Effek­ti­ve Abwas­ser­be­hand­lung im Natio­nal­park­Säch­si­sche Schweiz

14.08.2017

Berg­ho­tel Bas­tei ver­traut auf Umwelt­tech­no­lo­gie der DAS Envi­ron­men­tal Expert GmbH

Das Berg­ho­tel und Pan­ora­ma­re­stau­rant Bas­tei befin­det sich hoch oben über dem Elb­tal auf einem Fels­pla­teau im berühm­ten Elb­sand­stein­ge­bir­ge. Damit liegt es mit­ten in der Kern­zo­ne des Natio­nal­parks Säch­si­sche Schweiz, in dem stren­ge Schutz­vor­schrif­ten gel­ten. Als eines der bekann­tes­ten Sehens­wür­dig­kei­ten in Sach­sen und berühm­tes Foto­mo­tiv ist die Bas­tei Ziel von jähr­lich etwa 1,5 Mil­lio­nen Besu­chern. Die Dresd­ner DAS Envi­ron­men­tal Expert GmbH erhielt den Auf­trag, eine neue Klär­an­la­ge für das Objekt zu errich­ten.

Beson­de­re Her­aus­for­de­rung des Stand­orts
Die beson­de­re Lage stell­te dabei eine dop­pel­te Her­aus­for­de­rung für die Dresd­ner Umwelt­tech­no­lo­gie-Spe­zia­lis­ten dar: Zum einen galt es, die Kapa­zi­tät der neu­en Anla­ge sen­si­bel zu pla­nen – sie führt nicht nur die Abwäs­ser des Vier-Ster­ne-Berg­ho­tels sowie des Restau­rants ab, son­dern auch die Abwäs­ser der öffent­li­chen Toi­let­ten auf dem Are­al. Damit unter­liegt sie star­ken täg­li­chen und sai­so­na­len Schwan­kun­gen, die bereits in der Kon­zep­ti­on berück­sich­tigt wer­den muss­ten. Zum ande­ren befin­det sich die Anla­ge in der Kern­zo­ne des Natio­nal­parks und die Abwas­ser­lei­tung für das gerei­nig­te Abwas­ser ver­läuft durch Fels­schluch­ten und dem Natur­schutz­ge­biet direkt in die Elbe. Dem­entspre­chend hohe Anfor­de­run­gen stel­len die zustän­di­gen Behör­den an die ein­zu­hal­ten­den Grenz­wer­te.

Hohe Anfor­de­run­gen an Qua­li­tät und Leis­tung
Der Eigen­tü­mer und Geschäfts­füh­rer des Berg­ho­tels Bas­tei, Die­ter Schrö­ter, ver­trau­te bei der Pla­nung auf die Exper­ten der DAS Envi­ron­men­tal Expert GmbH: „Wir haben höchs­te Ansprü­che an bes­ten Ser­vice und Qua­li­tät für unse­re Gäs­te. Da machen wir auch bei der Abwas­ser­auf­be­rei­tung kei­ne Abstri­che. Ziel war es, nicht nur die Grenz­wer­te ein­zu­hal­ten, son­dern das Opti­mum her­aus­zu­ho­len. Sau­be­res Was­ser ist essen­zi­ell für den ein­zig­ar­ti­gen Natio­nal­park Säch­si­sche Schweiz. Dazu wol­len wir unser Bes­tes bei­tra­gen. Die alte Klär­an­la­ge konn­te die­sen Anfor­de­run­gen nicht mehr gerecht wer­den und so wand­ten wir uns schließ­lich an DAS.“

Effi­zi­en­te Tech­no­lo­gie für sau­be­res Was­ser
Nach ers­ten Gesprä­chen im Jahr 2012 prüf­ten die Umwelt­tech­nik-Spe­zia­lis­ten zunächst die infra­ge kom­men­den Tech­no­lo­gien und ent­schie­den sich gemein­sam mit dem Eigen­tü­mer sowie der Was­ser­be­hör­de schließ­lich für eine Anla­ge mit Mem­bran-Bio­lo­gie-Reak­tor (MBR). Dabei wer­den zwei par­al­lel arbei­ten­de aero­be Bele­bungs­stra­ßen instal­liert, in denen zunächst orga­ni­sche sowie Stick­stoff­ver­bin­dun­gen mikro­bio­lo­gisch abge­baut wer­den. Die Bele­bungs­be­cken wur­den von der DAS Envi­ron­men­tal Expert GmbH so kon­zi­piert, dass gleich­zei­tig eine hohe Betriebs­si­cher­heit und ande­rer­seits die not­wen­di­ge Anpas­sungs­fä­hig­keit an sai­so­na­le Schwan­kun­gen gewähr­leis­tet wer­den kön­nen. Die Bau­ar­bei­ten für die Klär­an­la­ge star­te­ten im Herbst 2015. In jeweils zwei Bele­bungs­be­cken befin­den sich zwei getauch­te Mem­bran­kas­set­ten­mo­du­le mit einer Poren­grö­ße von 0,45 µm. Mit­tels die­ser Mem­bra­nen wer­den Belebt­schlamm sowie Bak­te­ri­en abge­trennt. Die­ses Ver­fah­ren nennt man auch „Kal­te Hygie­ni­sie­rung“. Somit schafft man eine zusätz­li­che Sicher­heit für die Umwelt auf dem Weg von der Klär­an­la­ge bis zur Elbe.

Die sehr gerin­ge und daher hoch­ef­fi­zi­en­te Poren­grö­ße der Mem­bran bedarf einer gründ­li­chen mecha­ni­schen Vor­rei­ni­gung des anfal­len­den Abwas­sers. „Die Bas­tei ist ein sehr belieb­tes Wan­der­ziel. Wir haben es gera­de bei den öffent­li­chen Toi­let­ten mit einem beson­ders hohen Auf­kom­men an Fest­stof­fen zu tun. Eini­ge Wan­de­rer rei­ni­gen schlicht ihre Wan­der­schu­he mit den Papier­hand­tü­chern oder gro­ßen Men­gen Klo­pa­piers und ent­sor­gen die Tücher über die Toi­let­ten“, weiß DAS-Pro­jekt­lei­te­rin Kers­tin Ilgen. „Daher tren­nen wir vor­ab alle Fest­stof­fe, die grö­ßer als 2 mm sind, über eine voll­au­to­ma­ti­sche Sieb­schne­cke vom eigent­li­chen Abwas­ser. Anschlie­ßend wird es in ein Puf­fer­be­cken gelei­tet, bevor es Pum­pen schließ­lich in die Bele­bungs­stre­cke ver­brin­gen. Erst hier star­tet der eigent­li­che Abbau­pro­zess.“ Die so auf­ge­bau­te Anla­ge ist auf 450 Ein­woh­ner­ein­hei­ten aus­ge­legt und führt stünd­lich bis zu zwei Kubik­me­ter gerei­nig­tes Was­ser in die Elbe ab.

Sau­be­res Was­ser und sau­be­re Luft dank Dresd­ner Umwelt­tech­no­lo­gie­spe­zia­lis­ten
„Die MBR-Tech­no­lo­gie ist im Ver­gleich zu ande­ren Lösun­gen zwar kos­ten- und war­tungs­in­ten­si­ver; das abge­ge­be­ne Was­ser erreicht jedoch Betriebs­was­ser­qua­li­tät. So wer­den die vor­ge­ge­be­nen stren­gen Grenz­wer­te in jedem Fall ver­läss­lich ein­ge­hal­ten“, berich­tet Kers­tin Ilgen. Und nicht nur die Was­ser­qua­li­tät stimmt – auch die Luft ist nun bes­ser. „Geruchs­emis­sio­nen wie bei der alten Klär­an­la­ge tre­ten nicht mehr auf. Das ist von zahl­rei­chen regel­mä­ßi­gen Besu­chern bereits posi­tiv bemerkt wor­den. Die­ser Neben­ef­fekt der neu­en Anla­ge trägt natür­lich zur Auf­ent­halts­qua­li­tät auf der Bas­tei bei“, so die Spe­zia­lis­tin wei­ter.

Kom­pe­ten­ter und zuver­läs­si­ger Part­ner für opti­ma­le Ergeb­nis­se
Tech­ni­ker der DAS Envi­ron­men­tal Expert GmbH betreu­en die Anla­ge seit der Inbe­trieb­nah­me im Früh­jahr 2016 auf Basis eines War­tungs- und Ser­vice­ver­trags, das heißt, sie füh­ren ein­mal monat­lich einen Ser­vice durch und neh­men ein­mal jähr­lich eine ein­ge­hen­de Revi­si­on vor. „Wir sind sehr zufrie­den mit der neu­en Anla­ge – sie ist klein, kom­pakt und effi­zi­ent. Bes­ser kann es kaum sein. Die DAS ist seit Beginn der Pla­nun­gen ein sehr ver­läss­li­cher Part­ner, auf des­sen Kom­pe­tenz wir ver­trau­en kön­nen“, zieht Berg­ho­tel-Eigen­tü­mer Die­ter Schrö­ter ein posi­ti­ves Fazit der Zusam­men­ar­beit.