Wärmerückgewinnung aus Abwasser selbst berechnen

20.05.2015

DAS präsentiert Weiterentwicklung des Wärmetauscher E-Plate und erleichtert die Arbeit von Umwelt-und Energiebeauftragten mit einem neuen Online-Tool

Energie aus Abwasser

Viele Unternehmen benötigen in ihrer Produktion warmes Prozesswasser. Die Weiterentwicklung der etablierten Wärmetauscher-Lösung E-Plate der Dresdner DAS Environmental Expert GmbH ermöglicht eine Wärmeübertragung vom Abwasser zum Prozesswasser. Die bewährte Technologie hilft, die Temperaturen der Wasserströme zu optimieren, wodurch sowohl der Energieeinsatz als auch die Abwasserbehandlung selbst deutlich an Effizienz gewinnen. Gleichzeitig sorgt der Wärmeübertrager für zuverlässige Funktion der eingesetzten Abwasseranlagen.  

Online-Energierechner erleichtert Arbeit von Umwelt-und Energiebeauftragten

Steigende Energiekosten, Ressourceneffizienz und Klimaschutzziele führen bei kleinen und mittleren Unternehmen zunehmend zur Einführung eines ganzheitlichen Energiemanagements. Erklärtes Ziel ist es, vorhandene Energiesparpotenziale zu identifizieren und diese schrittweise zu nutzen. Speziell für Umwelt-und Energiebeauftragte in Unternehmen hat das Dresdner Umwelttechnologie-Unternehmen deshalb einen Online-Energierechner entwickelt. Anhand von fünf Zahlenparametern lässt sich das potenzielle Energieeinsparpotenzial durch Wärmeübertragung aus Abwasser unkompliziert errechnen. „So spart unser Online-Tool viel Zeit bei der Produktanfrage, denn Energiebeauftragte sehen anhand der Berechnung sofort, welche Einsparungseffekte sich mit unserem Wärmetauscher realisieren lassen“, sagt René Reichardt, Geschäftsbereichsleiter Wasserbehandlung bei der DAS Environmental Expert GmbH. „Das ist nach unserer Erfahrung u.a. für Betreiber von Biogas-Anlagen, Gießereien und Härtereien, Färbereien, Großwäschereien oder für die Papier- und Lebensmittelindustrie lohnenswert“, ergänzt Reichardt.

Das Technologie-Prinzip: Effektive Thermoplatten mit effektivem Reinigungssystem

Der Wärmetauscher E-Plate beruht auf doppelwandigen Edelstahlplatten („Thermoplatten“), die durch ein einfaches Reinigungssystem ständig sauber gehalten werden (siehe Infografik). Damit wird verhindert, dass die Metallflächen im Kontakt mit dem Abwasser schnell verschmutzen und die Übertragungsleistung des Systems sinkt. Die Dresdner Umweltexperten fanden dafür eine clevere technische Lösung: Durch ein kontinuierlich rotierendes Bürstensystem wird die Verschmutzung auf ein Minimum reduziert und die Wärmeübertragung optimiert. Die rotierenden Bürsten sorgen nicht nur für die permanente Reinigung der Wärmeübertragerflächen, sondern auch für eine hohe Strömungsgeschwindigkeit und damit verbunden eine höhere Wärmeübertragerleistung. Durch die Drehbewegung der Bürsten wird das Abwasser zudem in einen spiralförmigen Umlauf gebracht. Dadurch wird der Effekt eines Gegenstrom-Wärmeübertragers erzielt. Dieses Konstruktionsprinzip erlaubt eine Installation im Ablauf bestehender Abwasserreinigungsanlagen ohne den Einsatz zusätzlicher Druckerhöhungs-pumpen. Auch aufwendige Mess- und Regeltechnik ist dazu nicht erforderlich.  

Verpackungsspezialist Schumacher vertraut auf Wärmetauscher der DAS EE GmbH

Positive Erfahrungen mit dem Wärmetauscher hat zuletzt die Schumacher Packaging GmbH in ihrem Werk in Schwarzenberg gesammelt. Das inhabergeführte mittelständische Unternehmen hat sich auf maßgeschneiderte Verpackungslösungen aus Well- und Vollpappe spezialisiert. In Schwarzenberg im Erzgebirge stellt die Schumacher Packaging GmbH Pappe her. Dazu wird Altpapier aufbereitet. „Für diesen Prozess wird sehr viel warmes Wasser benötigt“, berichtet Bernd Dzedzig, verantwortlicher Projektleiter bei der DAS Environmental Expert GmbH. „Es wird aus einem Fluss, der Großen Mittweida, entnommen. Dieses Wasser kommt besonders im Winter relativ kalt an, mit Temperaturen um die fünf Grad Celsius. Es wird vorgereinigt und musste bisher mit Hilfe von Dampf oder anderen externen Wärmequellen aufgewärmt werden.“ E-Plate nutzt das Wasser, das zu warm aus dem Prozess kommt, um damit das kalte Frischwasser zu erwärmen. Erfreulicher Zusatzeffekt: Die Schumacher Packaging GmbH konnte ihren Energieverbrauch reduzieren: Durch den Einsatz des Wärmeübertragers kann die Fabrik 40 Prozent der bisher benötigten Pulverkohle einsparen. Die Investition amortisiert sich so innerhalb sehr kurzer Zeit. Mehr zum Schumacher Packaging Anwenderbericht finden Sie in unserem Fallstudienbereich.