DAS unter­stützt GIZ in Peru bei der Aus­bil­dung von Abwas­ser­tech­ni­kern

06.03.2015

Sach­sens Wirt­schafts­mi­nis­ter Mar­tin Dulig über­zeugt sich bei erfolg­rei­chem Dresd­ner Unter­neh­men von der Dyna­mik säch­si­scher Außen­wirt­schaft.

DAS Envi­ron­men­tal Expert ist glo­bal tätig

Die DAS Envi­ron­men­tal Expert GmbH will ihre glo­ba­le Prä­senz aus­bau­en. Dabei beob­ach­tet das Dresd­ner Unter­neh­men ins­be­son­de­re auch Schwel­len­län­der auf­merk­sam, um geeig­ne­te Pro­duk­te und Tech­no­lo­gien dort bei Bedarf anbie­ten zu kön­nen und neue, wach­sen­de und poten­zi­ell inter­es­san­te Märk­te nach­hal­tig zu erschlie­ßen.

Bei einem Besuch über­zeug­te sich heu­te Sach­sens Wirt­schafts­mi­nis­ter Mar­tin Dulig von der Leis­tungs­fä­hig­keit des sächi­schen Unter­neh­mens. Die Außen­wirt­schafts­in­itia­ti­ve Sach­sen unter­stützt die DAS Envi­ron­men­tal Expert GmbH dabei, ihre Akti­vi­tä­ten auf den inter­na­tio­na­len Märk­ten aus­zu­bau­en. So star­te­te das Dresd­ner Unter­neh­men gemein­sam mit der Deut­schen Gesell­schaft für Inter­na­tio­na­le Zusam­men­ar­beit (GIZ) GmbH Esch­born eine Initia­ti­ve in Peru.

Umsatz fast kom­plett im Aus­land erwirt­schaf­tet

Die DAS Envi­ron­men­tal Expert GmbH gehört bereits zu den beson­ders export­star­ken säch­si­schen Unter­neh­men. Die Dresd­ner Umwelt­tech­nik-Spe­zia­lis­ten betreu­en Kun­den welt­weit. Sie lie­fern sehr vie­le ihrer Anla­gen in das Aus­land und erwirt­schaf­ten damit einen Anteil von 96 Pro­zent am Gesamt­um­satz. Das Unter­neh­men ver­fügt über Nie­der­las­sun­gen in Tai­wan, Chi­na, Sin­ga­pur, Hong­kong, Argen­ti­ni­en und den USA.

„Peru erleb­te in den letz­ten zehn Jah­ren einen gro­ßen Wirt­schafts­auf­schwung. Stei­gen­de Steu­er­ein­nah­men und gene­rell trans­pa­ren­te gesetz­li­che Rah­men­be­din­gun­gen füh­ren zu einem stark ver­bes­ser­ten Inves­ti­ti­ons­kli­ma“, sagt DAS-Geschäfts­füh­rer Dr. Horst Rei­chardt. Damit ist auch im Abwas­ser­be­reich eine posi­ti­ve Ent­wick­lung zu erwar­ten: „Auf­grund der neu­en Geset­ze zur Ein­lei­tung von kom­mu­na­lem und indus­tri­el­lem Abwas­ser (VMA) müss­ten zehn­tau­sen­de von Fir­men ihr Abwas­ser behan­deln las­sen. Zudem plant die perua­ni­sche Regie­rung Inves­ti­tio­nen von einer Mil­li­ar­de US-Dol­lar im Abwas­ser­sek­tor. Des­halb wol­len wir unse­re Ser­vice­leis­tun­gen und Anla­gen dort anbie­ten.“

Seit Sep­tem­ber 2013 gel­ten in Peru neue gesetz­li­che Rege­lun­gen, nach denen Kom­mu­nen und Fir­men dazu ver­pflich­tet sind, ihr Abwas­ser nach maxi­mal zuläs­si­gen Wer­ten auf­zu­be­rei­ten. Das wäre ein gro­ßer Fort­schritt. Denn Was­ser ist in die­ser kli­ma­tisch tro­cke­nen Regi­on ein kost­ba­res Gut.

Dresd­ner Umwelt­spe­zia­lis­ten unter­stüt­zen Aus­bil­dung von Abwas­ser­tech­ni­kern

Der­zeit gibt es in Peru aller­dings noch gro­ße Pro­ble­me bei der ord­nungs­ge­mä­ßen Abwas­ser­ent­sor­gung. Das hat sei­nen Grund auch dar­in, dass es in dem süd­ame­ri­ka­ni­schen Land sowohl an qua­li­fi­zier­ten Abwas­ser­tech­ni­ker/-innen als auch an moder­nen Rei­ni­gungs­tech­no­lo­gien man­gelt, um eine fach­ge­rech­te Abwas­ser­be­hand­lung durch­zu­füh­ren und die neu­en Höchst­wer­te ein­zu­hal­ten, berich­tet Romi­na Lau­mann von der GIZ: „In Peru wer­den des­halb noch drei Vier­tel der Abwäs­ser unbe­han­delt ins Meer und in die Flüs­se gelei­tet, mit dra­ma­ti­schen Fol­gen für die Gesund­heit der Bevöl­ke­rung und für die Umwelt.“

Im Rah­men von „develoPPP.de“, einem Pro­gramm des Bun­des­mi­nis­te­ri­ums für wirt­schaft­li­che Zusam­men­ar­beit und Ent­wick­lung (BMZ), haben sich des­halb DAS Envi­ron­men­tal Expert und GIZ in einer Ent­wick­lungs­part­ner­schaft zusam­men­ge­schlos­sen, um Abwas­ser- und Umwelt­tech­ni­ker in Peru aus- und wei­ter­zu­bil­den. „Wir sind davon über­zeugt, dass mit Hil­fe von Aus­bil­dungs­zen­tren die Behand­lung des Abwas­sers deut­lich ver­bes­sert wer­den kann“, unter­streicht René Rei­chardt, Lei­ter des Geschäfts­be­reich Was­ser­be­hand­lung bei der DAS Envi­ron­men­tal Expert GmbH.

Abwas­ser­tech­ni­ker in Peru ler­nen an Anla­gen der DAS

Um die Nach­hal­tig­keit des Pro­jek­tes zu sichern, wer­den das zur Ver­fü­gung gestell­te Know­how, das Lehr­ma­te­ri­al und die ord­nungs­ge­mä­ße Nut­zung der Ver­suchs­an­la­gen kon­ti­nu­ier­lich an loka­les Lehr­per­so­nal wei­ter­ver­mit­telt. „Die von der DAS Envi­ron­men­tal Expert GmbH mit­fi­nan­zier­te Aus­rüs­tung, ins­be­son­de­re die Ver­suchs­an­la­gen, blei­ben den Aus­bil­dungs­zen­tren auch nach Pro­jek­ten­de erhal­ten“, erläu­tert René Rei­chardt. „Die zukünf­ti­gen Abwas­ser­tech­ni­ker ler­nen auch Anla­gen für die Ent­sor­gung von Indus­trie­ab­wäs­sern kor­rekt zu bedie­nen, Inves­ti­ti­ons- und Betriebs­kos­ten nach­hal­tig zu opti­mie­ren und Betriebs­mit­tel res­sour­cen­scho­nend ein­zu­set­zen.“

Eine Zusam­men­ar­beit mit loka­len Bil­dungs­in­sti­tu­tio­nen sei hilf­reich, um die Dresd­ner Umwelt­spe­zia­lis­ten und ihre in Peru teil­wei­se wenig bekann­ten Ent­sor­gungs­tech­no­lo­gien vor­zu­stel­len und vor Ort Ver­trau­en zu wecken. Wenn das Pro­jekt Erfolg hat, plant die DAS eine eigen­stän­di­ge Markt­wei­ter­ent­wick­lung mit einem Part­ner vor Ort.

Das Dresd­ner Unter­neh­men ver­fügt der­zeit in Süd­ame­ri­ka über eine Nie­der­las­sung in Bue­nos Aires, Argen­ti­ni­en. Dort betreibt die DAS zudem eine umfang­rei­che Anla­ge zur Abwas­ser-ent­sor­gung bei einem Geträn­ke­her­stel­ler. Eine wei­te­re Anla­ge befin­det sich bei einer gro­ßen Mol­ke­rei in Mon­te­vi­deo, Uru­gu­ay.